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BETRIEBLICHES HANDLUNGSFELD · SCHLAF & REGENERATION

Tag: betriebliche Regeneration

Regeneration im Büro

Immer mehr Arbeitnehmer kommen müde ins Büro. Regeneration darf nicht unterschäzt werden

Darum sollte sich jedes Unternehmen mit der Regeneration von Mitarbeitern beschäftigen

In der heutigen Arbeitswelt steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter/-innen stetig. Viele Abläufe und Tätigkeiten werden in Zeiten der Digitalisierung „vereinfacht“ und führen oftmals einfach nur dazu, dass immer mehr Aufgaben in gleicher Zeit durchgeführt werden. Zudem verändern sich Prozesse und Abläufe in einem rasanten Tempo. Dinge die heute Bestand haben, können bereits morgen ihre Gültigkeit verlieren. Das stellt den Mensch, aber vor allem das Gehirn vor immer größer werdende Aufgaben. Dazu kommt ständige Erreichbarkeit, auch am Wochenende oder im Urlaub, dass pausenlose Abrufen von Emails oder das Überwachen von automatisierten Abläufen von zu Hause aus. Einfach gesagt dreht sich das berühmte „Hamsterrad“ für viele Mitarbeiter schneller. Bei allen Veränderungen vergessen wir aber oftmals eines: Unser Körper muss den „Reiz“ auch verarbeiten können. Und dies geschieht nicht in einer von unserem Stresshormon Cortisol getriebenen Phase, sondern in einer von unserem parasympathischen Nervensystem getriebenen „Regeneration-Phase“. Jeden Anspannung benötigt auch Entspannung. Gerät dieses Gleichgewicht in Ungleichgewicht, so sind gesundheitliche wie leistungsorientierte Parameter in Gefahr.

Regeneration im privaten Umfeld?

Doch haben wir noch ausreichend Phasen der Regeneration in unserem privaten Umfeld? Die wichtigste Phase der Regeneration findet in der Nacht statt. In „Morpheus-Armen“ gleiten wir durch Tief- und REM-Schlafphasen und saugen uns wieder mit Energie und Kraft auf, so wie ein trockener Schwamm das Wasser. Doch die Realität sieht leider anders aus. Die nächtliche Schlafdauer verkürzte sich allein in Deutschland, in den letzten zehn Jahren um mehr als eine halbe Stunde pro Nacht. Vor einigen Jahrzehnten schliefen wir noch eine gute Stunde mehr pro Nacht und zu Beginn des 20. Jahrhunderts rund zwei Stunden mehr als heute. Und das mit fatalen Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unsere Leistungsfähigkeit. Den zusätzlich zur beruflichen Karriere, die oftmals mit Mehrarbeit und Überstunden verbunden ist, darf das Privatleben natürlich nicht zurückstecken. Neben Fitnessstudio (schließlich sind wir gesundheitsbewusst), Kinder(n), der Pflege von Haus und Garten, müssen natürlich noch alle Hobbies berücksichtigt werden. Fort- und Weiterbildungen sind für den betrieblichen Erfolg vorausgesetzt und finden oftmals in der privaten Zeit statt. Die einfachste Methode mehr Tätigkeiten in den begrenzten Tagesablauf zu bringen, ist es am Schlaf zu sparen und somit mehr „Wachzeit“ zu generieren. Auch wenn dies zu Lasten der Regeneration geht. Schließlich ist es „vermeintlich“ ja nur für einen gewissen Zeitabschnitt im Leben. Oftmals hören wir die Aussage unserer Klienten: „Die ersten Jahre war der Schlafmangel nicht das Problem. Doch zuletzt wurde die Schlafqualität immer schlechter und es gelang kaum eine Nacht ohne Aufwachen und Grübeln“. Diese Aussagen hören wir in Unternehmen hundertfach und sind oftmals das Ergebnis eines jahrelangen Prozesse der „Kannibalisierung“ am eigenen Körper.

Regeneration muss Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung sein

Viele deutsche Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass Regeneration Teil einer betrieblichen Gesundheitsförderung sein muss. Neben z.B. Entspannungskursen oder Yoga-Stunden, bieten Unternehmen flexible Arbeitszeiten und Sabbaticals an. Doch ist es damit getan? Nein ist es nicht. Es ist aber ein Anfang. Wichtig und entscheidend ist, dass Einzel-Maßnahmen in einem Gesamtplan „Regeneration“ eingebettet werden. Nur so können alle Tätigkeiten gezielt angeboten und aufeinander aufbauend strukturiert werden. Ebenso können die unterschiedlichen betrieblichen Zielgruppen wie z.B. Produktions-, Verwaltungs-, oder Führungsmitarbeiter differenziert konzipiert werden. Denn eines muss klar sein: Das Thema Regeneration wird vom Mitarbeiter oder der Führungskraft meist erst dann erkannt, wenn sinnbildlich „das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“. Daher ist ein präventiver Ansatz entscheidend.

Ernährung| Bewegung | Mindset | Schlaf

Wir bauen Maßnahmen einen Masterplan „Regeneration“ im betrieblichen Umfeld auf vier Säulen auf. Ernährung, Bewegung, Mindset und Schlaf. Diese vier Baustein bilden die Grundlage der menschlichen Gesundheit und sind ebenso aus Sicht der Regeneration von Bedeutung. Zu jedem der genannten Themenfelder wird anschließend ein Maßnahmenpaket aus Workshops, Schulungen, Impulsen, Veranstaltungen und Aktionstagen zusammengestellt und terminiert. Idealerweise wird das Thema als „Jahresthema“ in einem Unternehmen durchgeführt. Eine abschließende Erfolgsmessung mithilfe einer Mitarbeiterbefragung sollte Bestandteil eines erfolgreichen Regenerationspaketes sein.

 

Falls wir Ihr Interesse zum Thema „Regeneration im betrieblichen Umfeld geweckt haben, so würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.

Gepostet von André Alesi

André Alesi ist Schlafexperte und Gründer von sleep consulting Alesi. Er berät Unternehmen hinsichtlich Leistungsfähigkeit durch gezielte Schlafberatung. Get in touch via Facebook.

Betriebliche Regeneration

Betriebliche Regeneration muss als Maßnahme in der betrieblichen Gesundheitsförderung berücksichtigt werden

Betriebliche Regeneration – Wie Mitarbeiter Akkus wieder aufladen

In vielen Unternehmen wird das Thema betriebliche Regeneration unterschätzt. Oftmals ist ein fleißiger Mitarbeiter nur wirklich „gut“, wenn sein Überstunden Konto überquillt oder wenn er sich mit besonders langen Arbeitszeiten, beispielsweise bis tief in die Nacht profiliert. Dabei ist es klar, dass unsere Körper und unsere Seele die Entspannung mindestens genauso benötigen wie die Anspannung. Ebenfalls ist es kein Geheimnis, dass die Qualität unsere Arbeit nicht gleichmäßig zur Länge der Arbeitszeit ansteigt.

Betriebliche Regeneration ist im betrieblichen Gesundheitsmanagement eine wirkungsvolle Maßnahme

Die betriebliche Regeneration ist eng mit Schlaf und Powernapping verbunden

Ganz im Gegenteil. Ein Mitarbeiter der regelmäßig sein persönliches Arbeitspensum überschreitet, somit Regeneration, Schlaf, Pausen und Erholung vernachlässigt, ist für sich und sein Unternehmen eine tickende (Erkrankungs-) Zeitbombe. Und was bringt ein Mitarbeiter der 10 Jahre lang 150% gegeben hat und nun die nächsten Jahre auf dem „Ersatzreifen“ nur 25% seiner Leistungsfähigkeit abruft? Viele Unternehmer äußern häufig die Aussage: „dann stelle ich halt jemand neues ein“. Aber ist dies in Zeiten des Fachkräftemangel nachhaltig? Bezahle ich nicht doppelt bis der neue Mitarbeiter eingelernt ist oder nur für ein höheres Gehalt bereit ist, seinen aktuellen Arbeitsplatz zu wechseln? Diese Fragen muss sich jede Personalabteilung oder Unternehmer/ -in selber stellen.

Führen Sie eine Regenerations-Kultur ein!

Nun stellt sich die Frage wie sich ein modernes betriebliches Gesundheitsmanagement diesen Herausforderungen stellt. Oder welche Maßnahmen in die betriebliche Regeneration konkret enthält? Ein reines „schulen“ der Führungskräfte und Verantwortlichen läuft oftmals ins Leere. Denn genau diese Zielgruppe hat meist eine reine „Ergebnisorientierung“ bzw. „Zielerreichung“ im Sinn und vernachlässigt hierfür auch persönliche (Gesundheits-) Belange. Die Antwort kann nur die Einführung einer neuen „Regenerations-Kultur“ sein. Wer viel und intensiv arbeitet braucht genauso eine intensive betriebliche und private Regeneration um langfristig sein hohes Leistungspotential zu halten oder gegebenenfalls zu erhöhen. Denken sie nur mal an Profisportler. Hier können Muskeln, Sehnen, Gehirn und Organe nur weitere Höchstleistungen bringen, wenn der bisherige Trainingsfortschritt „verarbeitet“ wird. Und im welchem menschlichen Prozess erfolgt das Höchstmaß an Regeneration? Richtig. Im Schlaf. Das Thema Schlaf klingt für viele im betrieblichen Zusammenhang oftmals widersprüchlich, aber die Kraft die ein ausgeschlafener oder frisch ausgeruhter Mitarbeiter an den Tag legt, ist gewaltig. Umgekehrt ist ein nicht ausgeruhter oder nicht ausgeschlafener Mitarbeiter an Ineffizienz und Ineffektivität kaum zu übertreffen.

Welche Maßnahmen in der betrieblichen Regeneration sind geeignet?

Konkret dürfte der Topik „betriebliche Regeneration“ in keinem Maßnahmenpaket einer betrieblichen Gesundheitsförderung fehlen. Beispielsweise ist die Ausgestaltung eines Ruheraums oder einer betrieblichen Erholungszone (siehe weitere Blogartikel) elementar. Die Möglichkeit beispielsweise nach Fertigstellung einer schwierigen Arbeit mit hoher Konzentrationsanforderung einen kurzen Powernap (max. 15min.) durchzuführen, ist hoch produktiv und kreativitätssteigernd. Anschließend kann mit maximaler Kraft die nächste Aufgabe angesteuert werden. Eine weitere konkrete Maßnahme ist das infizieren von sogenannten Schlaf- oder Regenerationsbotschaftern. Diese Personen dienen als Botschafter für die Nachricht, dass bewusste, kurze Regenerationspausen oder Mikropausen sehr wichtig sind. Ein Schulung- und Weiterbildungsangebot für alle Mitarbeiter zu Themen wie Powernapping, Biorhythmus, Richtig schlafen und erholen, oder die Betreuung der Risikogruppe der Schichtmitarbeiter runden das Maßnahmenpaket ab.

Im Ergebnis führen alle Maßnahmen dazu, dass ausgeschlafene Mitarbeiter leistungsfähiger, gesünder, belastbarer, zufriedener und kreativer sind. Betriebliche Regeneration ist ein MUSS.

Sollten Sie weitere Fragen haben, so zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Möge der Schlaf mit Ihnen sein.

Gepostet von André Alesi

André Alesi ist Schlafexperte und Gründer von sleep consulting Alesi. Er berät Unternehmen hinsichtlich Leistungsfähigkeit durch gezielte Schlafberatung. Get in touch via Facebook.